Publik – Forum – Gesprächskreis

Publik – Forum:       Die Zeitschrift für kritische Christen

Alle interessierten Menschen sind herzlich eingeladen zu Diskussion und Gespräch über Gesellschaft, Gott und die Welt.

Wir treffen uns jeden dritten Donnerstag im Monat um 19:00 Uhr in den Räumen der Galerie.

Das nächste Treffen ist am 21. Juli 2022.

 

 


 

Magic: The Gathering – Spiele – Nachmittag

Es ist ein Fantasy – Sammelkartenspiel.

Wer interessiert ist und mitspielen möchte, kann sich über die Kontaktadresse oder die Telefonnummer auf der Galerieseite,  “Kontakt, Anfahrt, Parken”,  anmelden, muß es aber nicht.

Wir treffen uns jeden zweiten Samstag im Monat um 16:00 Uhr in den Räumen der Galerie.

Das nächste Treffen ist am 11. Juni 2022.

 

 


 

Das nächste Treffen ist am 28. Mai 2022.

 

 

 

 

 

 


 

 

 

 

 

 


“Kraftvoll“ Ausstellung von Dieter Kraft in der Galerie an der Stadtmauer vom 29.04.2022 bis 18.06.2022

Ein Blick ins Lexikon. Dort heißt es zum Thema: “Heliogravüre, Photogravure – ein Tiefdruckverfahren zur hochwertigen Bildreproduktion auf photographischer Grundlage”.

Der Schwerpunkt liegt hier eindeutig auf der Bildproduktion, also der Abbildung von Bildern durch Bilder. Wichtig ist für uns an dieser Stelle zunächst, dass man der Heliogravure den Status eines Reproduktionverfahrens, aber keinen künstlerischen Rang zugesteht. Sie hat den Status wie ein beliebiger Fotoabzug, zu Tausenden herstellbar, ohne künstlerischen Rang, ohne die Aura des Originals.

Die Technik der Heliogravure kennt man aus der Zeit von vor hundert Jahren. Man erinnere sich der Bildbeilagen in Kunstbüchern der Zeit um 1900. Auch hier wurden Fotos zum Zwecke der Reproduktion per Heliogravure vervielfältigt. Das Bild wurde zum Massenphänomen, zur Massenware.

Nicht so bei Kraft: An dieser Stelle kommt nämlich das ins Spiel, was Dieter Kraft mit den, von ihm aus den Fotos entwickelten Druckplatten anstellt: Akte der Manipulation und Verfremdung.

Bei ihm werden aus dem, was wir als Massenerzeugnis kennen, Originale, weil er vor dem Abziehen der Druckplatten beginnt zu manipulieren, zu gestalten.

Das darf man sich etwa so vorstellen: Am Anfang war das Foto, daraus wählt sich der Künstler einen Ausschnitt, der seiner Intention am ehesten entspricht.

Dieses Foto druckt er aus und stellt dabei etwa fest, dass er bestimmte Konturen akzentuieren möchte. Diese werden von Hand in den Fotoabzug eingezeichnet, um dann erneut fotografiert zu werden. Das erneute Foto wird auf eine lichtempfindliche Platte übertragen, mit UV-Licht belichtet und anschließend geätzt. Die so entstandene Druckplatte kann von Kraft dann beliebig oft abgezogen werden. Spätestens im Akt des Überarbeitens liegt der künstlerische Anspruch begründet, der den Grafiken von Dieter Kraft zukommt.

Hinzu kommt dann noch die Möglichkeit für weitere Schritte des Manipulierens und Verfremdens beim Druckvorgang selbst: etwa das direkte Zeichnen auf die fertige Druckplatte; dadurch entstehen beim Abzug einmalige Arbeiten, weil das Gezeichnete und die Druckplatte zusammen nur einmal gedruckt werden können, schlicht weil die Zeichnung auf der Platte durch den Druckvorgang verloren geht.

Der Möglichkeiten gibt es noch viele, und Dieter Kraft ist in künstlerischer Hinsicht ein Technikfreak. Sein Handwerk beherrscht er spielerisch. Zu erwähnen seien nur etwa Drucke, bei denen zwei oder mehr Farben auf eine Druckplatte aufgetragen werden, oder aber auch Drucke, bei denen verschiedene Platten verwendet werden.

Das Ganze endet dann an einem Punkt, an dem gleich große Platten,die motivisch überhaupt nichts miteinander zu tun haben, nacheinander und übereinander gedruckt werden. Dieses Übereinanderdrucken von gleichgroßen aber grundverschiedenen Platten, hat im Ergebnis für den Betrachter in etwa eine Analogie in der fotografischen Doppelbelichtung.

Doch ist Manipulation nicht ungefährlich: Es besteht ganz einfach die Gefahr, dass sich die Platten beim Druck verschieben und unbeabsichtigte Effekte entstehen, die das Bild verderben.

Waren wir am Anfang vom Lexikonartikel belehrt worden, die Heliogravure sei eine reine Reproduktionstechnik, so sehen wir bei Dieter Kraft, wie aus dem scheinbaren Massenprodukt eigenständige Kunst werden kann, weil es möglich ist jeden Abzug für sich zu bearbeiten, wodurch die Einzigartigkeit des einzelnen Blattes entsteht. Die Aura, der Status des Originals, findet hierin seine Legitimation.

Auch bekommen Krafts Arbeiten teilweise surreale Dimensionen. Durch das Überblenden, das Übereinanderdrucken von Platten entstehen rätselhafte Bildwelten.

Da sind Steine im Wasser, darüber gerade noch erkennbarschattenhafte menschliche Gestalten. Befinden sie sich unter Wasser, oder bin ich es, der Betrachter, der aus dem Wasser heraus ins Freie schaut? Das Rätsel wird nicht aufgelöst, bleibt als nur erspürbare Dimension dem Betrachter überlassen.

Auszüge einer Rede zu einer Ausstellungseröffnung

 


 

 

 

                                                        Ursula Wohlrab 

                                                       DEPRESSIONEN

                                    

 


Wegen einer langwierigen Erkrankung der Künstlerin wird diese                         Ausstellung auf unbestimmte Zeit verschoben.

 

 


 

In der Ausstellung DEPRESSIONEN zeigt die Galerie an der Stadtmauer in Eltmann Arbeiten der mittlerweile im Raum Augsburg lebenden Künstlerin Ursula Wohlrab.

Die Werke entstanden während einer schweren depressiven Episode aus einem spontanen Prozess heraus. Die Umsetzung erfolgte in Form von Kohlezeichnungen, Acrylbildern, kleinen Skizzen und Fotos. Sie selber beschreibt den Schaffensvorgang mit den Worten:

In dieser großen Not entstanden plötzlich Bilder, sie brachen aus mir heraus und wurden zu meiner Sprache. Dies gab mir die Möglichkeit die inneren Kämpfe, Ängste und erstickenden Emotionen aber auch die quälenden Momente der Leere und Verzweiflung auszudrücken.

Die Galerie an der Stadtmauer lädt Sie ein, mit den Arbeiten von Ursula Wohlrab einen einzigartigen Blick auf die Innenansicht einer Erkrankung zu werfen, die jeden treffen kann.

 

 

Ein Werk von Ursula Wohlrab das in der Ausstellung zu sehen sein wird.